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Wirtschaftsstruktur

Die Öresundregion durchläuft genauso wie die übrige westliche Welt eine Strukturänderung, was bedeutet, dass der Beschäftigtenanteil im privaten Dienstleistungssektor steigt, während der Anteil der Beschäftigten in Fertigungsindsustrie und Landwirtschaft abnimmt. Allerdings ist diese Umstrukturierung innerhalb der Öresundsregion unterschiedlich weit vorangeschritten ist. In der Hauptstadtregion entfielen 2007 auf die Fertigungsindustrie (einschließlich der Baubranche) cirka 15 Prozent der Gesamtbeschäftigung, was mit Daten aus den Regionen Seeland und Skåne verglichen werden kann, wo 22 bzw. 23 Prozent in der Fertigungsindustrie beschäftigt sind. Auch wenn die Fertigungsindustrie in allen drei Gebieten rückläufig ist, ist der Rückgang in der Hauptstadtregion am stärksten. Diese Region wird stattdessen durch einen mit 48 Prozent sehr großen Anteil Beschäftigter im privaten Dienstleistungssektor geprägt. In den Regionen Seeland und Skåne entfallen auf den privaten Dienstleistungssektor 36 bzw. 37 Prozent der Beschäftigten. Alle drei Teilregionen haben gemeinsam, dass die wichtigsten Branchen aus Unternehmensdienstleistungen sowie Groß- und Einzelhandel bestehen. Im Industriesektor der drei Teilregionen entfällt ein großer Teil der Beschäftigung auf die Bauindustrie sowie die Chemie- und Kunststoffindustrie.

Beschäftigte (Tagesbevölkerung) nach Branche in der Öresundregion, 1993 und 2007 (Prozent)
Beschäftigte (Tagesbevölkerung) nach Branche in der Öresundregion, 1993 und 2007 (Prozent)
Quelle: Danmarks Statistik und SCB. Bearbeitung: Region Skåne. Fußnote: Zahlen für November 1993 und November 2007
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Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftszweigen

Die Bruttowertschöpfung wird normalerweise als die Produktion eines Wirtschaftszweigs oder Unternehmens nach Abzug der verbrauchten Waren definiert. Die Bruttowertschöpfung ist der Beitrag des Unternehmens oder des Wirtschaftszweigs zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) - oder auf regionaler Ebene zum regionalen BIP. Genauso wie die Beschäftigungsstatistik zeigt auch die Wirtschaftsstatistik, dass die Wirtschaftsstruktur in verschiedenen Teilen der Öresundregion wesentliche Unterschiede aufweist. In den Regionen Seeland und Skåne hat die Fertigungsindustrie nach wie vor eine solide wirtschaftliche Bedeutung, während sie in der Hauptstadtregion nur einen kleinen Teil der gesamten Wertschöpfung ausmacht. So entfielen in der Hauptstadtregion im Jahre 2007 auf den Industriesektor einschließlich der Baubranche nur 16 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung, verglichen mit 27 Prozent in der Region Seeland und 25 Prozent in der Region Skåne. Umgekehrt entfallen auf den privaten Dienstleistungssektor (Transport, Kommunikation, Immobilien, Finanz- und Unternehmensdienstleistungen) 60 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung  in der Hauptstadtregion, 42 Prozent in der Region Seeland und 40 Prozent in der Region Skåne. Eine Gemeinsamkeit zwischen allen drei Regionsteilen besteht darin, dass im Industriesektor die Chemie- und Kunststoffindustrie ungefähr gleich groß ist, während sich die Zusammensetzung dieser Wirtschaftszweige in den drei Regionsteilen erheblich unterscheidet. Auch der Groß- und Einzelhandel stellt in allen drei Teilen der Region einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. Ein wesentlicher Unterschied besteht in der großen Bedeutung des Finanzsektors für die Hauptstadtregion, was dadurch zu erklären ist, dass diese Branche sich üblicherweise auf die Metropolen konzentriert. Auch Transport und Telekommunikation sind in der Hauptstadtregion stark überrepräsentiert.

Bruttowertschöpfung nach Branche (Mia. DKK) in der Öresundregion, 1993 - 2007. Preise im Jahr 2000 in der jeweiligen Landeswährung
Bruttowertschöpfung nach Branche (Mia. DKK) in der Öresundregion, 1993 - 2007.  Preise im Jahr 2000 in der jeweiligen Landeswährung
Quelle: Danmarks Statistik und SCB. Bearbeitung: Region Skåne
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